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Rezension: Heinrich Wille – Ein Mord, der keiner sein durfte. Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates

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StPO und StGB lässt grüßen!

Im Rotpunktverlag erschien das lange verbotene Buch von Staatsanwalt Heinrich Wille. Er war der Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft und ab 1994 mit dem Fall Uwe Barschel betraut. Ein lesenswertes Buch für Jurastudenten, Praktiker und all jene die Kriminalfälle ohne Täter mögen.

Hintergrundinfo zum Autor:

Heinrich Wille, Jahrgang 1945,  wurde deutschlandweit bekannt als Chefermittler in Sachen Uwe Barschel. Als Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft geriet der streitbare Jurist wiederholt mit seinen Vorgesetzten in Konflikt, da er zu anderen Schlüssen kam, als man es von ihm erwartete.

Hintergrundinfo zu Uwe Barschel:

Uwe Barschel, Jahrgang 1944, war ein Jurist der in der Landespolitik eine rasante Karriere machte. Mit 30 Jahren war er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, mit 33 Jahren Finanz- und anschließend Innenminister und mit 38 Jahren Ministerpräsident. Innerhalb des Wahlkampfes zur Landtagswahl 1987 kam es zur sog. „Barschel-Affäre“. Barschel soll seinen Gegenkandidaten, Björn Engholm, von seinem Mitarbeiter bespitzelt und zudem mittels gezielt platzierter Lügen und anonymer Anzeigen verleumdet haben. Inwieweit Uwe Barschel tatsächlich Kenntnis von den Machenschaften seines Mitarbeiters, Reiner Pfeiffer, hatte ist bis heute ungeklärt.
Auch ungeklärt ist bis zum heutigen Tage wie Uwe Barschel zu Tode kam. Er wurde am 11.10. 1987 im Hotel Beau Rivage, Genf, von einem Stern Reporter tot in der Badewanne gefunden. Die genauen Todesumstände sind bisher nicht aufgeklärt.

Heinrich Wille 
Ein Mord, der keiner sein durfte: Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaats 
ISBN 978-3858694621 
24,00 € 

Erhältlich beim Buch-Dealer eures Vertrauens und auch als E-Book im Store.

2 Kommentare

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  2. Rezension, dachte ich zumindest, bedeute, man habe sich intensiv mit dem Buch und dem Thema beschäftigt. ABER, wer ohne Not einen STERN Reporter zu einem SPIEGEL Mitarbeiter macht … !? Schade!

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