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Survival-Guide für Ersties – Wie überlebe ich das Erste Semester?

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Aller Anfang ist schwer, aber mit dem passenden Survival-Guide wird er viel leichter. Mit ein paar goldenen (und zugegebenermaßen nicht ganz ernsten) Tipps kommt ihr leichter durch den Uni-Dschungel.

1. Pünktlich in die Vorlesung ist was für Weicheier

Immer schön zu spät in die Vorlesung kommen und dann möglichst einen Platz in der Mitte der Mitte suchen. Damit auch alle schön aufstehen dürfen. Sodann beginne geräuschvoll deine Tasche auszupacken. Natürlich quatscht du erstmal deinen Nachbarn an. Worüber der Prof. gerade redet, wie dein Abend gestern war und so. Falls der Prof. irgendwelche Papiere verteilt hat, steh auf und hol dir deins.

Der nächste wichtige Schritt: Finde eine Steckdose für deinen Laptop. Das gelingt besonders gut, wenn du den Platz vier Sitze weg von der Steckdose hast. Dein Kabel muss ja auch verlegt werden!

Und bitte: Stell das Handy nicht auf lautlos, du könntest sonst einen FB-Post verpassen!

Ein weiterer Vorteil des Zuspätkommens: Der Prof. hat dich schonmal gesehen. Das ist wichtig, besonders wenn du planst dich irgendwann mal als HiWi an seinem Lehrstuhl zu bewerben.

2. Zuhören ist lame

Wenn du schon in der Vorlesung sitzt, beschäftige dich mit den wichtigen Dingen des Lebens. Mails checken, FB-Spammen und gucken was gerade an Mode in ist. Was der Prof. da vorne redet ist jetzt nicht so wichtig. Frag deinen Nachbarn einfach alle paar Minuten „Was hat er gesagt?“, er wird dir sicherlich gerne weiterhelfen. Wenn du Gleichgesinnte gefunden hast, mach sie auf besonders wichtige Posts aufmerksam. Das funktioniert am Besten indem du sie kurz mit einem „Ey!“ ansprichst. Zusammen kichern gibt richtig Punkte!

3. Eigene Gesetze sind einfach uncool

Kauf dir bloss keine eigenen Gesetze! Die sind sowas von schwer und passen meistens garnicht zu eurem Outfit! Guck beim Nachbarn rein. Vergiss aber bitte nicht am Abend vorher entweder richtig einen zu bechern oder aber Knoblauch zu essen. Sonst ist das nicht so intim. Du willst doch schließlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, oder nicht? Es ist auch durchaus legitim ein paar Markierungen und Anmerkungen in das Gesetzbuch deines Nachbarn zu schreiben, er wird dir auf ewig dankbar sein. Übrigens: Club Mate hat eine schöne Farbe im Fleckenbereich, ist dann quasi dein Autogramm.

4. Jeder soll dich hören können!

Ein besonders guter Tipp: Wenn Klausur geschrieben wird, zieh deine High Heels an. Setz dich möglichst so hin, dass mindestens drei Leute aufstehen müssen, wenn du „zur Toilette“ willst. Sodann wähle deinen stärksten Schritt. Schliesslich müssen auch die letzten Reihen oben noch deinen überaus beschwingten Schritt wahrnehmen können. Wenn du dir dann deinen lactose-freien Latte geholt hast, leg nochmal ordentlich Parfüm nach. Auf dem Weg zu deinem Platz werden alle neidisch sein auf deinen Duft. Und wie das so ist: Irgendwann hat man ja auch Hunger. Pack geräuschvoll dein Brötchen aus. Die Papiertüte reisst man zunächst langsam auf, dann wird sie kräftig geknüllt. Wenn du fertig bist, wisch die Krümel kräftig zur Seite weg. Es ist auch immer ratsam in einer Klausur den Nachbarn mittendrin am Ärmel zu zupfen und nach Papier, Stiften oder Tinte zu fragen.

5. Die Bib ist dein Laufsteg!

Wenn dein Terminplan es zulässt, besuch die Bib. Achte darauf an diesem Tag entweder einen besonders kurzen Rock anzuziehen oder aber die Heels aus der Klausur. Kräftig Make-Up und Duft dürften selbstverständlich sein. Kleiner Tipp: In vielen Bibs gibt es extra Tische mit Gleichgesinnten. Zwecks Austausch über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens solltest du dich dazusetzen. Die Themenpalette reicht von Mode über Partys bis zu Kosmetik. Nutze besonders oft die Toilette. Mit dem beschwingten Schritt lässt du alle wissen: DU bist da.

Auch die Mallorca-Taktik funktioniert super: Besetze einen Tisch, packe geräuschvoll deine Sachen aus. Lautes Seufzen unterstreicht deinen arbeitsreichen Tag. Sodann suche dir ein paar Bücher zusammen, drapiere sie hübsch auf dem Tisch. Tische mit oder in der Nähe von Steckdosen sind super geeignet. Dann geh erstmal Kaffee trinken.

6. Fragen hebt die Stimmung

Stell in AG´s und Vorlesungen Fragen. Viele Fragen. So täuscht du Interesse vor. Achte aber bitte darauf, Fragen auszuwählen die fünf Minuten vorher schon geklärt waren. Fragen die soweit ausserhalb des Sachverhalts liegen, dass die Beantwortung längere Zeit in Anspruch nehmen, sind super! Wenn die anderen Studenten dich komisch angucken ist es ein Zeichen von Neid. Die haben nicht den Mut Fragen zu stellen!

7. Mach den Kommilitonen eine Freude – Ostern ist jeden Tag!

Zurück in die Bib – diesmal zur Hausarbeitszeit. Suche die Bücher, die auf jedenfall für DEINE Hausarbeit wichtig sind. Nimm sie zunächst an deinen Tisch. Beobachte genau wo die toten Ecken sind und mache dich dann daran die Bücher an ausgewählten Plätzen gut zu verstecken. Denn: Wer suchet, der findet.

Für Fortgeschrittene: die wichtigen Seiten kann man auch rausreissen und mit nach Hause nehmen.

Auch schön: Die Bände der Jus, NJW, JA u.s.w. mit zum Kopierer nehmen und dann wahllos verteilen. Wer den gleichen Aufsatz wie du in seiner Hausarbeit verwenden will, der schreibt bei Dir ab!

 

Mit diesen Tipps ist dein Einstieg in ein erfolgreiches Jurastudium garantiert! 😉

 

 

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