Juristischer Gedankensalat

Rund um das Studium der Rechtswissenschaften

07/02/2017
von Jessica Große-Wortmann
38 Kommentare

Anzeige: Das Pinguin – Prinzip oder das Erdmännchen-Prinzip? – Mit Gewinnspiel – BEENDET

Aufstieg, Fall und Wiederaufstieg / Führung und Management haben dabei unterschiedliche, sich ergänzende Anforderungen zu meistern Kotter_Das Erdmaennchen PrinzipKotter_Das Pinguin Prinzip

Business-Fabeln sind häufig ein probates Mittel, um komplexe Zusammenhänge zu verdeutlichen und Optimierungsprozesse verständlich zu beschreiben. So auch in diesem Fall. Nach dem Erfolg des Buches „Das Pinguin-Prinzip“ präsentieren die beiden Autoren John Kotter und Holger Rathgeber mit „Das Erdmännchen-Prinzip“ jetzt einen ambitionierten Nachfolger. In beiden Büchern ist die erfolgreiche Reaktion auf Veränderungen innerhalb bestehender Organisationen das Thema. Das Erdmännchen-Prinzip beschreibt ein Szenario in der Kalahari-Wüste, dass einen bis dahin gut prosperierenden, über 100 Mitglieder umfassenden Erdmännchen Clan mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Ursprung allen Übels ist dabei eine anhaltende Dürre. Die Kräfte schwinden, das Essen ist knapp, die Moral ist am Boden und mit dem Auftauchen eines Geiers wird dieser Erdmännchen-Clan auch noch an Leib und Leben bedroht. Denn auch der Geier muss auf die Dürre reagieren und sich nach neuen Nahrungsquellen umsehen. Was macht also nun dieser Erdmännchen Clan, der sich für alles gewappnet fühlt, traditionell gewachsen ist, feste Linienstrukturen aufgebaut hat und deshalb in jeden Fall die bestehenden Hierarchien einhält? Nun, er ist überfordert. Durchhalteparolen ersetzen tatsächliche Lösungen – und das konsequente Abstrafen jedweder individueller Kreativität zur Lösung der Krise garantiert lediglich den Erhalt der alten Strukturen, nicht aber den Fortbestand des Clans.

Das Wach-Erdmännchen wird suspendiert

So wird z.B. ein Wach-Erdmännchen namens Ayo suspendiert, weil es den Posten verlassen hat. Dabei hatte sich Ayo nur einen Beobachtungsposten im Baum gesucht, weil man aus der Höhe den Geier logischerweise besser erkennen kann als in den üblichen Bodenwachstationen. „Das machen wir hier so nicht“ heisst es darauf hin seitens der Leitungsebene und er verliert sein Job. Ähnlich frustrierende Erkenntnisse hat auch ein junges weibliches Erdmännchen namens Nadia, dem die Schulung der jüngsten Erdmännchen anvertraut wird. Beide verlassen desillusioniert ihren Clan, um bei benachbarten Clans nach Lösungen für die Probleme der Dürre, den damit einhergehenden Hunger und des aufgetauchten Geiers zu suchen. Ihre ersten Kontakte mit anderen Clans verlaufen erfolglos. Eines Tages treffen sie auf einen Clan, der all diese Dinge im Griff zu haben scheint. Es ist eine Gruppe von 20 Erdmännchen, die von Lena moderiert (nicht starr geführt) wird.

Das Prinzip der Freiwilligkeit

Die Probleme sind die selben, allerdings werden die Lösungen nicht durch stricke Anordnungen und Linienstruktur-Gehorsam erreicht, sondern durch Teams, die je nach Aufgabe zusammenkommen und einen Leiter projektbezogen bestimmen. Kreativität ersetzt hier eindimensionales Denken. Die Gleichberechtigung innerhalb des Clans motiviert jeden sich an den aktuellen Aufgaben zu beteiligen. Erfolge werden geteilt. Es herrscht eine Art „Prinzip der Freiwilligkeit“. Das funktioniert. So sorgt z.B. eine Elefanten-Kot Farm für das Gedeihen von Larven. Hungerproblem gelöst.

Das Erdmännchen Prinzip Kotter

Ayo und Nadia sind begeistert. So wie alle anderen Erdmännchen, die sich in den nächsten Tagen genau wegen solch kreativen Strukturen dem Clan anschießen. Doch mit dem Wachsen des Clans verliert das ursprünglich so erfolgreiche Moderations-Prinzip an Bedeutung. Es fehlt die Ordnung als Basis des Schaffens und damit genau das, weshalb Ayo und Nadia ihren großen Clan verlassen haben. Am Ende gehen beide zu ihrem alten Clan zurück und berichten von dem Erlebten. Sehr zögerlich lässt man sich dort auf das ein oder andere ein. Mit Erfolg. Bald darauf zählt der Clan über 200 Erdmännchen dank einem guten Führungsmanagement und Changemanagement.

Die Mischung macht´s

Die Fabel vermittelt, dass eine Kombination aus starren Strukturen und Hierachien langfristig nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie Platz für Kreativität lässt. Im Umkehrschluss funktioniert das genauso so: Kreatives Chaos muss durch Strukturen in wirtschaftlichen Bahnen gehalten werden. Dabei trennen John Kotter und Holger Rathgeber sehr deutlich die Begriffe Management und Führung. Entgegen landläufiger Meinung handele es sich dabei keinesfalls um dieselbe Sache. „Führung“ fördert und schafft den Freiraum für Kreativität, Motivation, Visionen, Energie und Leidenschaft – „Management“ regelt und kontrolliert die Entwicklung und normiert die Abläufe. Die letzten 20 Seiten des Buches widmen sich dann, frei von jeder Fabel, mit Grafiken und „Einigen Überlegungen“ (so der Titel des letzten Kapitels), dem Aufstieg, dem Fall und dem Wiederaufstieg von Organisationen in unseren Tagen. Sowohl Führungsmanagement, als auch Chancenmanagement kann erlernt werden. Dafür bietet diese Businessfabel das passende Werkzeug.

Gewinnspiel

Möchtest Du wissen wie genau die Erdhörnchen ihr Problem gelöst haben? Dann kommentiere unter diesem Beitrag mit „Erdmännchen-Prinzip“ und mit etwas Glück gewinnst Du ein Exemplar! Die Teilnahme ist möglich bis zum 24.02.2017, 23:59 Uhr.

Das Gewinnspiel ist beendet! Gewonnen hat Anna-Sophie – Herzlichen Glückwunsch 🙂

Teilnahmebedingungen: 

Das Gewinnspiel beginnt am 07.02.2017 und endet am 24.02.2017, 23:59 Uhr, gelost wird per Zufall mittels Fanpagekarma, das Gewinnspiel steht nur für volljährige Teilnehmer aus Deutschland offen. Die Gewinner werden über den genutzten Facebook-Account, Twitter-Account oder die E-Mail Adresse benachrichtigt.

Der Gewinn besteht aus einem Buch „Das Erdmännchen-Prinzip“. Der Versand erfolgt nach Angabe der Postadresse (nur Versandadressen in Deutschland!) durch den Verlag selbst. Insofern bestehen gegen mich keine Ansprüche auf Versendung des Buches. 

Die Daten der Teilnehmer werden nur für Abwicklung des Gewinnspiels verwendet,ihnen stehen im Hinblick auf deren Daten Auskunfts-, Änderungs-, Löschungs- und Widerrufsrechte zu. 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

28/11/2016
von Jessica Große-Wortmann
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Werbung: „Tante Inge“: Du bist ein Gewinn!

Das soziale Nachbarschaftshilfe-Projekt “Tante Inge“ in Berlin bringt ältere und jüngere Menschen als Tandem zueinander 

Du bist ein Gewinn Deutsche Fernsehlotterie

Die Deutschen werden immer älter. Und die Deutschen werden immer einsamer. Bedingt durch die, unter Versorgungsaspekten häufig zwangsläufige, Urbanisierung findet der Lebensabend oft in anonymen Plattenbauten oder unterversorgten Altenheimen statt. Dabei sollte doch gerade das letzte Lebensdrittel eine Art „Danke schön“ an die Lebensleistung sein. Und genau das hat sich das kleine, aber feine Nachbarschaftshilfe-Projekt „Tante Inge“ auf die Fahnen geschrieben.

du-bist-ein-gewinn-deutsche-fernsehlotterie-12014: Tante Inge ist eine reale Person, 89 Jahre jung und wünscht sich einen Kinobesuch in Begleitung. Kerstin Müller ist ihre Nichte und erfüllt ihr diesen Wunsch. Dann spricht Kerstin Müller via Facebook mit ihren Freundinnen darüber, denkt laut über die Vereinsamung älterer Menschen nach. Spontan, und das überraschte sie damals wie auch heute noch, solidarisieren sich viele ihrer Freunde. Man trifft sich im Cafe und schmiedet Pläne, wie so eine liebenswerte Kleinigkeit künftig auch fremden Senioren erreichen kann. Folgerichtig wird eine Initiative ins Leben gerufen, Name: „Tante Inge“.

Mit im Team ist auch Anne Brauer. Das Konzept hinter diesem sozialen Engagement beschreibt Sie wie folgt:

Wir haben uns überlegt, dass es zwischen alten und jungen Menschen eine Art Tandem-Partnerschaft geben sollte. Zwei Menschen finden sich zusammen und unternehmen gemeinsam etwas – wann immer sie Lust haben. Wir haben unsere Idee in Seniorenheimen vorgestellt. Um die älteren Menschen mit den Jungen zusammen zu bringen, haben wir dann gemeinsame Treffs und Veranstaltungen organisiert, wo sich die Tandempartner kennenlernen konnten.“ (Zitat Ende)

Über 100 solcher Tadems gibt es inzwischen in der Bundeshauptstadt. Stricknadelnachmittage, Kinobesuche, Ausflüge und Cocktailpartys auf der Dachterrasse des Seniorenheims sind ein buntes Füllhorn Lebensfreude, dass sich über die „Tante Inge – Senioren“ ergiesst.

du-bist-ein-gewinn-deutsche-fernsehlotterie-3Und ginge es nach Kerstin Müller, so würde sie am liebsten diese Idee in die Welt hinaustragen. Aufmerksam geworden ist in jedem Fall schon einmal die Deutsche Fernsehlotterie,  Auf ihrer Aktionsplattform „Du bist ein Gewinn“ wird das soziale Engagement „Tante Inge“ dort, ebenso wie viele andere Beispiele, als Vorbild gelebter Solidarität präsentiert. Bemerkenswert: Sobald das Projekt deutschlandweit verbreitet wird stellt die Deutsche Fernsehlotterie (gemäss der Richtlinien) sogar eine Förderung in Aussicht.

Es ist eigentlich schade, dass immer erst äußere, gesellschaftliche Impulse die eigenen Gedanken in diese doch saisonal unabhängige Sensibilität lenken. Es ist einmal mehr Vorweihnachtszeit und Lichterketten, Musik und Werbung blasen zur kommerziellen Großoffensive. Wir fahren über die Festtage zur Großmutter, weil sie sich freut. Wir ziehen uns hübsch an, weil sie das lieber mag. Wir sind aufmerksamer als sonst. Wir plaudern über Vergangenes, planen Ausflüge für das neue Jahr. Wir wissen, wie wir unseren Senioren eine Freude machen können.

du-bist-ein-gewinn-deutsche-fernsehlotterie-2

Wir müssen nur noch lernen, dass wir für geschenkte Lebensfreude keine Jahreszeit brauchen.
In Kooperation mit blogfoster

21/11/2016
von Jessica Große-Wortmann
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Vertrag heisst „vertragen“ – nur: In welcher Sprache?

Juristische Fachübersetzungen sind das internationale Bindeglied für einen reibungslosen Ablauf im privaten- und wirtschaftlichen Miteinander

Die viel gepriesene Globalisierung endet häufig an der Staatsgrenze, denn die verschiedenen Rechtssysteme mit ihren Gesetzen, Kommentaren und Interpretationen sind selbst in Europa längst nicht so kompatibel, wie es uns die Politik gern glauben machen möchte. Auch wenn es kaum noch Grenzkontrollen in Europa gibt: Mit dem Verlassen des eignen Staates, und vor allem mit Verlassen der heimischen Sprachregion, reist der Europäer häufig in die Rechtsunsicherheit.

Jeder Jurist kennt aus dem Studium den Fall „Haakjöringsköd“, als Walfisch-Fleisch plötzlich zu Haifisch-Fleisch wurde, eine Prozesslawine auslöste und zum Präzedenzfall avancierte. Die Ursache dafür war ebenso simpel wie tragisch: Ein Übersetzungs- bzw. Verständnisfehler.

By Asurnipal (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

By Asurnipal (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Für Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Polizeibeamte, Mitarbeiter des Gerichts usw. gilt deshalb schon länger der Grundsatz, dass Verträge, AGBs, Urteile, Gesetze und anderen Unterlagen unbedingt von juristischen Fachübersetzern in die jeweils landesübliche Sprache und auch in das landesübliche Rechts-Verständnis transferiert werden.

Und was höchstrichterlich inzwischen zum Alltag gehört, hat auch privatwirtschaftlich schon längst erhebliche Relevanz. Der internationale Handel umfasst eine Vielzahl von schriftlichen Absprachen und Verträgen, die nur exakt übersetzt das wirtschaftliche Gewollte gewährleisten können.

International geerbt. Was gilt?

Selbiges gilt zunehmend auch für Privatpersonen. Wer beispielsweise in Deutschland wohnt, in Frankreich erbt und sowohl in Polen als auch in der Schweiz erbberechtigte Verwandte hat, der steht, zusammen mit seinem IPR Anwalt, vor einer echten Herausforderung. Der erste Weg sollte dann zum juristischen Fachübersetzter führen, um zunächst eine allgemein verständliche Sprach- und Rechtsauslegungen zu finden.

Worauf es dabei ankommt und worauf man achten sollte, das zeigt ein Blick auf die Seite eines Spezialisten für solche Aufgaben. Zitat:

„Als Übersetzer vermitteln sie zwischen zwei verschiedenen Sprachen, Kulturen, Denkweisen und,(……..) zwischen zwei verschiedenen Rechtssystemen. Hier gibt es Regelungen, Begrifflichkeiten, Traditionen und ungeschriebene Gebräuche in der Praxis, die häufig völlig unterschiedlich sind und manchmal nur scheinbar dasselbe meinen“.Quelle: Übersetzungsbüro Nastula

Um das so in die Tat umzusetzen, bedarf es einem „gerüttelt Maß“ an fachlicher Qualifikation. Denn ein Übersetzer, der mit Fachtexten betraut wird, muss neben den geforderten Sprachen auch über weitreichende Kenntnisse der jeweiligen landesspezifischen Gesetzgebung und Rechtsprechung kennen. Beim Übersetzungsbüro Nastula trifft man beispielsweise häufig auf Übersetzer mit juristischen Studium.

Was kostet die juristische Fachübersetzung?

Bleibt schlussendlich noch die Frage nach dem Preis für diese elementare Hilfe im internationalen, verbindlichen Miteinander? Neben dem normalen Zeilenpreis oder Stundenlohn lassen sich beispielsweise auch Pauschalpreise aushandeln. Und daran sieht man schon: So pauschal wie ein Preis kann diese Auskunft nicht sein, denn ausschlaggebend für die Kosten einer Übersetzung ist der Schwierigkeitsgrad, der Umfang, die Sprachrichtung und natürlich auch die Art der Dienstleistung. Schlussendlich kauft man Individualität ein.

Abschluss-Plädoyer: Juristische Übersetzungen rücken im Zuge der Globalisierung mehr und mehr in Mittelpunkt der multilingualen Kommunikation, da sie Einzelpersonen, Unternehmen, Gerichts- und Regierungsbehörden ermöglichen, über verschiedene Sprachen und Kulturen hinweg, innerhalb von Staatsgrenzen und über diese hinaus, miteinander zu kommunizieren.

16/10/2016
von Jessica Große-Wortmann
2 Kommentare

„Terror – Ihr Urteil“ von Ferdinand von Schirach – Ein TV-Experiment auf Das Erste

Der Kampfpilot Lars Koch trifft eine Entscheidung. 164 Menschen kostet diese Entscheidung das Leben. 70.000 Menschen rettet diese Entscheidung das Leben. Ist er ein Mörder? Ist er ein Held? 

Es erinnert an das Brett des Karneades. Ein Leben für ein anderes. Aber welche Konsequenzen hat diese Entscheidung? Ferdinand von Schirach hat aus dieser Frage ein Gedankenexperiment gemacht. Aus seiner Feder stammt „Terror“. Zunächst ein Theaterstück, jetzt ein TV-Experiment. Am Montag, 17.10.2016 strahlt Das Erste um 20:15 Uhr den Film aus. Das Besondere hieran: Der Zuschauer bekommt nicht einfach „nur“ einen Film serviert, er soll entscheiden. Über das Ende. Über die Frage „Schuldig“ oder „Nicht Schuldig“. Der Montagabend steht ganz im Zeichen des Gewissens, der Moral und der Frage, ob ein Menschenleben gegen ein anderes aufgewogen werden kann, darf, soll. Dieser Frage geht im Anschluss an den Film Frank Plasberg in einer Sonderausgabe von hart aber fair auf den Grund.

(c) MOOVIE

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Die Abstimmung für das Urteil ist für zehn Minuten im Anschluss an den Film möglich. Von 21:40 Uhr bis ca. 21:50 Uhr kann online unter http://www.daserste.de/hartaberfair // https://www.facebook.com/hartaberfairARD // https://twitter.com/hartaberfair oder per Telefon abgestimmt werden.

Der Zuschauer wird zum Schöffen gemacht. Welche Entscheidung wirst DU treffen?

Die große Strafkammer des Schwurgerichts Berlin verhandelt eine Entscheidung. Lars Koch, Kampfpilot, handelt ohne Befehl. Er hat sich eigenmächtig über geltendes Recht hinweggesetzt. Mit 31 Jahren hat der Soldat in Sekunden einen Terroranschlag verhindert. Allein dafür müsste er als ein Held gesehen werden. Demgegenüber stehen 164 tote Menschen in einer Lufthansamaschine. Der Maschine, die Lars Koch abgeschossen hat. Der Maschine, die von einem Terroristen entführt wurde und die in der Allianz Arena abstürzen sollte. 70.000 Menschen feierten an diesem Tag in der Arena. 70.000 Leben gegen 164 Leben.

(c) MOOVIE

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Der Film könnte nicht besser besetzt sein, starke Charaktere die den Sachverhalt – egal ob für den Juristen oder den Laien – greifbar machen. Florian David Fitz als Lars Koch, der Soldat der aus Überzeugung handelte. Martina Gedeck als Staatsanwältin Nelson, die der Überzeugung ist, dass kein Leben mit einem anderen aufgewogen werden darf. Lars Eidinger als Verteidiger Biegler, der die Entscheidung seines Mandaten für richtig, für notwendig hält und Burghard Klaußner als Vorsitzender Richter. Allesamt Schauspieler, die dieses Kammerspiel greifbar machen.

(c) MOOVIE

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Erschreckenderweise ist diese Frage nicht mehr nur ein reines Gedankenexperiment. Es ist keine abstrakte Frage für Philosophen mehr, sie ist greifbar. Sie ist real. Und jeder von uns kann einer der 164 Menschen sein, eines Tages, an jedem Ort. Gleichzeitig kann jeder von uns einer der 70.000 sein, vielleicht war er es auch schon …..

Frank Plasberg hat zum hart aber fair Spezial eine illustre Runde geladen. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung diskutiert mit Thomas Wassmann (Major a.D.), dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum und  der Theologin Petra Bahr die Entscheidung des Publikums, die ethischen und die juristischen Grundlagen dieses Falls.

Wie würdest DU entscheiden?

Montag, 17.10.2016 , 20:15 Uhr – „Terror – Ihr Urteil“ auf Das Erste.

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06/10/2016
von Jessica Große-Wortmann
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Die alles entscheidende Frage: Wo studiere ich für mich am besten Sozialrecht (LL.M.)? #Werbung

Wer sich heute für ein Studium entscheidet möchte am liebsten die „milchgebende Wollsau“. Also den attraktivsten Standort, die beste Ausbildung in Theorie und Praxis und dazu ein soziales Miteinander, dass dem sprichwörtlichen Studentenleben entspricht. Früher war es schon schwierig genug so einen Ort zu entdecken, doch heute ist es aufgrund von Bachelor- und Masterstudiengängen noch differenzierter. Mein Thema ist das Sozialrecht und ich habe meine studentische Laufbahn in Potsdam  begonnen.

Den „Master“ mache ich woanders. Die Suche beginnt.

srh-hochschule-heidelberg-impressionenWelcher Standort könnte der Garnisonsstadt Potsdam Paroli bieten, bzw. die Gegebenheiten vor Ort noch toppen? Das ist die erste Frage, die ich mir stelle. Ich mag Tradition, städtisches Leben und Kultur. Daher fallen die hektischen und ländlichen Plätze schon einmal weg. Konstanz gefällt mir, genau wie Heidelberg, mit seiner romantischen Altstadt und dem Philosophenweg, auf dem ich einst mit Mama und Papa wandelte. Fest steht daher: Es geht für mich Richtung Süden.

Alles entscheidend wird nun sein, welches Ergebnis und welchen Zusatznutzen ich am Ende meines Studiums erwarte. Neben dem Master, versteht sich. Ein Blick auf die Homepages offenbart Erstaunliches. Der SRH Hochschule Heidelberg ist es offenbar mit Erfolg gelungen, die überfüllten Hörsäle komplett abzuschaffen. Grund dafür ist das CORE-Prinzip, dass an dieser Stelle mein Interesse geweckt hat. Zunächst einmal: CORE bedeutet Competence Oriented Research and Education und folgt der Idee, dass kleinere Gruppen und praxisorientierte Inhalte zu mehr Effizienz und Kompetenz in den individuellen Schwerpunkten führen sollen.

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Man muss sich das so vorstellen, dass die klassischen Vorlesungen beinahe komplett durch Lernblöcke ersetzt werden, d.h., der Studierende befasst sich ca. fünf Wochen mit einem Thema und legt danach eine Prüfung ab. Diese erfolgt zum Beispiel via Rollenspiel und/oder Präsentation. Insgesamt gliedert sich das Studienjahr des Masters im Sozialrecht in acht-5-Wochen-Blöcke.

Der Weg zu den jeweiligen Prüfungen führt über aktive Lehrmethoden. Fallstudien, Seminare, Gruppenarbeiten usw. sind die Basis für eigenverantwortliches Handeln und vor allem Denken. Auswendiglernen und „Frontal-Unterricht“ (400 Studis im Hörsaal für 100) sind an der SRH Hochschule Heidelberg demzufolge nicht gefragt und kontinuierliche Leistungsnachweise sollen geballte Prüfungsphasen ersetzen.

Kern dieser Lehrmethode ist die ausgeprägte Eigenverantwortlichkeit des Studierenden. Und genau die wird laut srh-hochschule-heidelberg-bewerbungzahlreicher Studien (IHK usw.) zunehmend bei den jungen Akademikern vermisst. Also gut. Das wäre dann mein Rahmen. Gerade Praxisorientierung ist in meinem gewählten Schwerpunkt nicht ganz unerheblich. Sozialrecht hat enorm viel mit der Realität zu tun, von Hartz IV bis zur Integration, von Krankenkassenstreitigkeiten bis zur Altenpflege – alles Dinge, die sich schwerlich nur am Reißbrett lösen lassen.

Bei der SRH Hochschule Heidelberg ist der Masterstudiengang auf die Anforderungen für eine Leitungsfunktion der Felder Sozialdienst- und Gesundheitsleistungen ausgerichtet. Dazu passt eine intensive Kooperation mit diversen Praxisstellen und natürlich die Unterstützung und das Feedback der sogenannten „Macher“ im Tagesgeschäft. Ab dem 2. Studienjahr ist eine persönliche Schwerpunktsbildung möglich, man kann sich also für Sozialdienstleistungen oder Gesundheitsdienstleistungen entscheiden. Da sage ich mal „sozial“. Mit diesem LL.M. (Master of Law, Sozialrecht) im Gepäck öffnen sich schon bald die Türen des öffentlichen Dienstes, die der Unternehmens- und Projektberatungen oder die der Kliniken und Reha Einrichtungen. Läuft.

24 Monate beträgt laut Plan die Regelstudienzeit. Innerhalb dieser Zeit sind 15 Wochen für die berufliche Praxis (Praktikum) im In- oder Ausland reserviert. Auch ein Auslandssemester ist in diesem Kontext vorstellbar..Die Präsenzzeiten sind in der Regel von Mittwochs bis Freitags (14-22 Std. pro Woche). Montag und Dienstag bleiben zur praxisorientierten Eigeninitiative. Erfreulicherweise stehen dem Studierenden auf dem Campus Ein-Zimmer-Apartments zur Verfügung. Wer je ohne Bürgschaft der Eltern eine Wohnung in einer Studentenstadt gesucht hat weiss diesen Vorteil zu schätzen. Und wer am Abend noch Power hat kann sich tatsächlich im Sportverein „Campussports“ austoben. Angeblich schafft Sport ja auch positive Energien, und die sollen im CORE Prinzip durchaus vermittelbar gemacht werden.

SRH Hochschule Heidelberg

Heidelberg. Ich komme.

Übrigens: Zugang zum Studiengang Sozialrecht haben neben Bachelor Absolventen natürlich auch juristische Diplome, Staatsexamina und, je nach juristischen Vorkenntnissen, auch Absolventen von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen. Nebenbei eignet sich dieser Studiengang auch für den beruflichen Wiedereinstieg. Nice to know.

*Eine Kooperation mit blogfoster.