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Eselsbrücke – Die Definition der Handelsbräuche aus § 346 HGB

Die Definition der Handelsbräuche aus § 346 HGB lässt sich so kurz und bündig merken:

abcdefg

allseits

bestehende

dauerhafte

einheitliche

freiwillige

gleichmäßige Übung unter

Caufleuten

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Der LL.B. als Alternative zum Staatsexamen

An einigen Universitäten (z.B. Mannheim, Hamburg, Potsdam) ist es nicht nur möglich am Ende des Jurastudiums mit der 1. Juristischen Prüfung abzuschliessen, sondern sie bieten parallel dazu auch an den Bachelor of Laws an. Er bietet sich als Alternative zum klassischen Jurastudium an, sofern von vornherein klar ist: Man will kein Anwalt, Richter, Staatsanwalt oder Notar werden. Denn der LL.B. qualifiziert nicht zum Rechtsreferendariat in Deutschland.

Wem aber klar ist: “Irgendwas mit Jura – aber nicht klassisch”, der sollte sich die Möglichkeiten den Bachelor of Laws zu erwerben anschauen. Ein Vorteil des LL.B. ist eindeutig seine Vielfalt. Angeboten werden die Studiengänge in allen möglichen Kombinationen, z.B. Wirtschaftsrecht für diejenigen die später als Wirtschaftsjurist arbeiten möchten. Nach derzeitiger Rechtslage kann der Wirtschaftsjurist sogar in Verfahren ohne Anwaltszwang als Vertreter auftreten und Rechtsberatend (im Rahmen des § 6 RDG) tätig werden. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Mit einem LL.B. ist eine mit einem Anwalt zu vergleichende Tätigkeit nicht möglich.  Der LL.B. kann in den nicht-reglementierten Juristischen Beruf einsteigen und innerhalb von Unternehmen, Verbänden oder Stiftungen tätig werden.

Continued…

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Willkommen im §§-Dschungel! – Teil 1 – Basics für Jura-Erstsemester

Du möchtest Jura studieren und weisst noch nicht so recht was auf Dich zukommt? Du hast die Zulassung und willst jetzt durchstarten? In der “Willkommen im §§-Dschungel” versuche ich Antworten auf die häufigsten Fragen zu geben.
Im 1. Teil dreht sich alles um Basics. Von der Lernzeit, über den Vorlesungsplan hin zur Freizeit (ja!Die gibt es wirklich!). Hier als Video:

Auch als Podcast via iTunes

Allen angehenden Ersties wünsche ich einen guten Start ins Jurastudium!

In Teil 2 wird um die Literatur vor Studienbeginn und im 1. Semester gehen.

 

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Basic-Schema: Das unechte Unterlassungsdelikt – § 13 StGB

Unterlassungsdelikte sind Delikte bei denen kein aktives Tun vorausgesetzt wird, sondern das Nichtstun oder passives Verhalten zu einer Strafbarkeit führen kann. Innerhalb der Unterlassungsdelikte wird unterschieden zwischen den echten Unterlassungsdelikten und den unechten Unterlassungsdelikten. Merke:

Echte Unterlassungsdelikte sind solche, bei denen das Gesetz selbst die Gebotsnorm aufstellt und sich das unterlassende Verhalten des Täters im Verstoß gegen diese Gebotsnorm erschöpft1.

Beispiele zur Veranschaulichung: Das wohl bekannteste echte Unterlassungsdelikt dürfte die Unterlassene Hilfeleistung gem. § 323c StGB sein, aber auch das “Sich-nicht-entfernen” beim Hausfriedensbruch gem. § 123 Abs. 1 Variante 3 StGB und die Nichtanzeige geplanter Verbrechen gem. § 138 StGB sind echte Unterlassungsdelikte.

Unechte Unterlassungsdelikte sind solche, bei denen mit Hilfe und unter den Voraussetzungen des § 13 StGB jedes Begehungsdelikt in ein “unechtes” Unterlassungsdelikt umfunktioniert wird2. Kurz gesagt: Ein unechtes Unterlassungsdelikt liegt immer dann vor, wenn der Täter aus seiner besonderen Stellung heraus (Garantenstellung) den Taterfolg durch aktives Tun hätte verhindern können oder müssen.

Eine Garantenstellung liegt dann vor, wenn durch Gesetz, Vertrag oder aus einem anderen Grund eine Pflicht zum Handeln besteht[3.Creifelds, Garantenstellung, S. 466.]. Diese Pflicht zum Handeln wird Garantenpflicht genannt. Sie entsteht z.B. zwischen Ehegatten (vgl. § 1353 BGB), zwischen Eltern und Kindern (vgl. § 1618a BGB), innerhalb von Lebens- und Gefahrengemeinschaften (nicht bei WG´s,wohl aber zwischen Lebenspartnern und Gemeinschaften wie z.B. Bergsteigergruppen) und innerhalb von Behandlungsverträgen zwischen Arzt und Patient (vgl. § 630a BGB).

Hier ein kleines Basic-Schema zum Einstieg, Wiederholen oder einfach als Gedankenstütze:

I. Objektiver Tatbestand Continued…

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Pro Bono mit Student-Law

Seit dem 01. Juni 2014 gibt es das studentische Projekt student-law. Ziel der studentischen Rechtsberatung ist es qualifizierten und garantiert kostenlosen Rechtsbeistand zu leisten. Das Team aus Studenten und Referendaren möchte dabei vor allem die Menschen ansprechen, die sonst keinen Anwalt aufsuchen würden, dazu noch speziell Start-Ups und gemeinnützige Organisationen.

Erhält student-law ein Mandat, kümmert sich ein Team aus zwei Referendaren und einigen Studenten zunächst einmal mögliche Fristen, so wird nichts verpasst und das Team kann sich sodann professionell um das Mandat kümmern. Hierbei wird nichts jedes Mandat angenommen, sondern die Teams sind spezialisiert auf das Mietrecht, das Wirtschaftsrecht und das allgemeine Vertragsrecht. So soll eine qualifizierte und  professionelle Rechtsberatung sichergestellt werden.  Zur Sicherheit hat student-law namenhafte Partner zur Seite, wie z.B. linklaters.

Der Haken an der Sache? Es gibt keinen. Die Rechtsberatung ist für den Mandaten kostenlos, denn student-law arbeitet ehrenamtlich und gemeinnützig. Gleichwohl kostet eine studentische Rechtsberatung Geld, sie haben Aufwendungen wie z.B. Porto, die sie gegenüber dem Mandaten nicht geltend machen. Daher ist auch student-law auf Spenden angewiesen.

Das Projekt schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

Auf der einen Seite können Studenten unter Anleitung von Referendaren schon in frühen Semester Praxiserfahrungen sammeln und Referendare “endlich” die Theorie in die Praxis umsetzen. Auf der anderen Seite erhalten hier Menschen Rechtsberatung die sonst keine in Anspruch genommen hätten, meist aufgrund der Kosten.

Weitere Infos rund um student-law gibt es auf deren Homepage: student-law.de  Übrigens: Für alle Studis die nun auch mitmachen möchten:   student-law sucht noch bundesweit nach Mitarbeitern, siehe ihre Stellenausschreibung.  Vielleicht möchte der ein oder andere Teil des Teams werden und Erfahrungen sammeln?!

Ein bemerkenswertes Projekt, wie ich finde. Daher: Daumen hoch und viel Erfolg!

 

Posted in Klicktipps, Studenten-Alltag.

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