Juristischer Gedankensalat

Rund um das Studium der Rechtswissenschaften

31/01/2016
von Jessica Große-Wortmann
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Ghostwriter – Segen oder Fluch? 

Ein jedes Semester ist es wieder so weit: Die Klausur- und Hausarbeitszeit zehrt an den Nerven. Manch einem gehen die Arbeiten leicht von der Hand, manch einem fällt es schwer ein Gutachten auf das Papier zu bringen. Dazu kommt der Druck möglichst alles gleichzeitig, mit Bestnoten zu bestehen.

Überhaupt ist dies ein großer Punkt während des Jurastudiums: Der Druck, die Noten, das Lernpensum. Auf den Fluren hält sich die Ansicht, nur Prädikatsnoten seien gut genug, hartnäckig. An den schwarzen Brettern finden sich Aushänge die Hilfe versprechen: Ghostwriter.

Ghostwriting – was ist das? 

Der Autor eines Textes oder einer Arbeit wird nicht genannt, er schreibt im Prinzip für und im Namen eines anderen. Der Ghostwriter bleibt also „geisterhaft“ und tritt nicht in Erscheinung. Im Prinzip fertigt er die komplette Arbeit, mit der Recherche, den Skizzen und der ausformulierten Version an und lässt den Auftraggeber als Autor auftreten.

Ghostwriter im Rechtswissenschaftlichen Bereich 

Selbstständige Ghostwriter und Agenturen gibt es einige auf dem Markt. Er ist riesig, was wohl auch an der Verzweiflung vieler Studenten liegen mag. Ein Ghostwriter im Rechtswissenschaftlichen Bereich fertigt die Hausarbeit für den Auftraggeber an, manche bieten sogar eine Notengarantie. So hat der Student eine Sorge weniger und Platz im Geldbeutel. Einige Agenturen bieten nicht nur das reine Ghostwriting an, sondern auch Services die weitergehen. So findet sich bei Business and Science* das Angebot die Hausarbeit im Rahmen eines Coachings als kommentierte Lösungsskizze erstellen zu lassen, das Ausformulieren ist dann die Aufgabe des Studenten. Aber auch die komplette Anfertigung einer Hausarbeit wird angeboten, genauso wie Seminararbeiten, Referate und nicht zu vergessen Bachelor- ,Master- und Doktorarbeiten.

Segen oder Fluch? 

Angesichts der immer weiter steigenden Ansprüche an den Jurastudenten, ist das Wachstum auf dem Ghostwritingmarkt keine Überraschung. Was so einfach klingt, birgt aber auch Risiken. So manch einer wurde schon „ertappt“ und musste sich der Schmach stellen. Abgesehen vom schalen Beigeschmack, ist es wohl oder übel eine Gewissensfrage: Gebe ich eine Arbeit ab, die ich selbst geschrieben habe oder schmücke ich mich „mit fremden Federn“?

Einerseits ist es verständlich, dass Studenten ausweichen und eine Arbeit anfertigen lassen. Gerade wenn das Fach bestanden werden muss oder die Zeit knapp ist. Andererseits fehlt an genau diesem Punkt die Übung: Das Examen muss immer noch selbst geschrieben werden, auch wenn es Geschichten über Ghostwriter gibt.

Wie sind eure Erfahrungen mit Ghostwritern? Segen oder Fluch?

*Werbelink

21/12/2015
von Jessica Große-Wortmann
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Last Minute Geschenke für Jurastudenten

Einen Jurastudenten zu beschenken kann sehr schwer sein. Literatur gibt es wie Sand am Meer, Karteikarten sind so vielfältig wie die Farbenwelt und so kann die Suche nach einem passenden Geschenk schwierig sein. Hier nun eine kleine Hilfe für alle, die noch suchen. Sogar Last Minute noch machbar :)

Für Studenten in den ersten Semestern (bis 3. Semester): 

Bücher 

Praktisches 

Sehenswertes 

Klassiker 

Und das schöne: Alle Geschenke sind über Amazon bestellbar und noch bis zum 24.12. lieferbar.

Frohes Fest!

16/12/2015
von Jessica Große-Wortmann
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Nikolaus Gewinnspiel – Bücherpakete

Der Nikolaus hat etwas dagelassen für euch, bis zum 18.12.2015 könnt ihr noch teilnehmen an der Geschenkgrunde :)
Mitmachen geht ganz einfach: Auf Facebook Fan sein, einen Kommentar hinterlassen und Glück haben :)

*** Nikolaus-Gewinnspiel *** Der Nikolaus war gestern da und hat etwas schönes für euch dagelassen. In Kooperation mit…

Posted by Gedankensalat on Montag, 7. Dezember 2015

30/09/2015
von Jessica Große-Wortmann
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Alpmann Schmidt Karteikarten – Strafrecht AT

Zum generellen Nutzen (oder Unnutzen) von Kartenkarten hatte ich in diesem Post etwas geschrieben: Die Karteikarte – ein treuer Begleiter . Wer mit Karteikarten lernen kann und wer lieber bereits gedruckte kauft, für den könnten die Karteikarten von Alpmann Schmidt genau das Richtige sein.

Alpmann Schmidt Karteikarten - Strafrecht AT

Alpmann Schmidt Karteikarten – Strafrecht AT

Im Strafrecht gibt es unzählige Schemata, sich alle einzuprägen dürfte schwer sein. Der komplette Examensrelevante Stoff im Strafrecht AT ist hier auf 84 Karten gebannt. Neben Schemata und Definitionen finden sich hier auch die wichtigsten Streitstände. Im gewohnten AS-Stil ist der Stoff übersichtlich und kompakt aufbereitet. Ideal für unterwegs und zwischendurch! Auf den Rückseiten ist jeweils Platz für eigene Notizen.

Krüger
Karteikarten Strafrecht Allgemeiner Teil
Alpmann Schmidt
ISBN 978-3867524193
10,90 €

09/09/2015
von Jessica Große-Wortmann
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Winfried Schwabe – Strafrecht Allgemeiner Teil

Die Bücher aus der „AchSo!“ Reihe sind wohl jedem Studenten bekannt. Sie sind ihrem Aufbau einzigartig, soviel ist klar. Winfried Schwabe erklärt den allgemeinen Teil des Strafrechts anhand von Falllösungen mit ausformulierten Gutachten. Das ist insofern ein Novum, als das andere Lehrbücher auf das Ausformulieren gern verzichten.

Schwabe - Strafrecht AT

Schwabe – Strafrecht AT

Die vom Autor ausgewählten Fälle sind Klassiker und Fallstrick gleichermaßen. Er greift genau die Themen auf, die Professoren sehr gerne in die Klausuren packen. Alle Problemkreise die er in diesem Buch als Klausur aufbereitet bietet, finden sich häufig in den Klausuren an den Universitäten.

20 Fälle mit allen prüfungsrelevanten Themen aus dem allgemeinen Strafrecht sind hier Stück für Stück aufbereitet. Ein jeder Fall beginnt mit dem Sachverhalt. Bereits hier beginnt die Arbeit mit dem Buch: Der Autor gibt Hinweise auf das richtige Lesen eines Sachverhaltes und die Gewichtung der darin gemachten Angaben. Sodann wird eine Fallskizze erstellt. Auch hier gibt es Hilfestellungen, was beim Erstellen einer Lösungsskizze zu beachten ist. Ist die Skizze fertiggestellt, geht es ins Gutachten.

Schwabe - Strafrecht AT .... ein Blick ins Innere

Schwabe – Strafrecht AT …. ein Blick ins Innere

Jeder Fall wird mit einer ausformulierten Musterlösung gelöst. Hier kann der Student gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Technik des Subsumierens, der Gutachtenstil und die Darstellung des erlernten Stoffes in einer Klausur. Nicht zuletzt kann hier auch geübt werden, wie ein Meinungsstreit dargestellt und gelöst werden kann. Die gängigsten Formulierungen sind hier genauso vertreten, wie die Platzierung von Definitionen.

Im Namen der Rezensorin ergeht folgendes Urteil: 

Die Bücher von Herrn Schwabe sind gerade am Anfang des Studiums nicht zu unterschätzen. Der Gutachtenstil und die damit verbundenen Fettnäpfchen sind häufig der Grund, warum eine eigentlich gute Klausur schwierig wird. Die Idee die Fälle mit Skizze und ausformulierter Lösung aufzuarbeiten ist mehr als gut. Gerade am Anfang ist es schwierig alle Anforderungen an eine Klausur auch zu erfüllen: Der gelernte Stoff muss platziert werden, die formalen Anforderungen sollen erfüllt werden und dann müssen Definitionen und Streitstände noch schmissig einfließen. Oftmals einfach „zu viel“. Hier wird dem Studenten eine Fibel an die Hand gegeben, er kann nachschauen wie eine Lösung aussehen kann. Für mich eine gelungene Reihe!

Winfried Schwabe
Strafrecht Allgemeiner Teil: Materielles Recht & Klausurenlehre (AchSo! Lernen mit Fällen)
Verlag Boorberg
ISBN 978-3415055445
19,80 € (Softcover)