Juristischer Gedankensalat

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Vertrag heisst „vertragen“ – nur: In welcher Sprache?

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Juristische Fachübersetzungen sind das internationale Bindeglied für einen reibungslosen Ablauf im privaten- und wirtschaftlichen Miteinander

Die viel gepriesene Globalisierung endet häufig an der Staatsgrenze, denn die verschiedenen Rechtssysteme mit ihren Gesetzen, Kommentaren und Interpretationen sind selbst in Europa längst nicht so kompatibel, wie es uns die Politik gern glauben machen möchte. Auch wenn es kaum noch Grenzkontrollen in Europa gibt: Mit dem Verlassen des eignen Staates, und vor allem mit Verlassen der heimischen Sprachregion, reist der Europäer häufig in die Rechtsunsicherheit.

Jeder Jurist kennt aus dem Studium den Fall „Haakjöringsköd“, als Walfisch-Fleisch plötzlich zu Haifisch-Fleisch wurde, eine Prozesslawine auslöste und zum Präzedenzfall avancierte. Die Ursache dafür war ebenso simpel wie tragisch: Ein Übersetzungs- bzw. Verständnisfehler.

By Asurnipal (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

By Asurnipal (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Für Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Polizeibeamte, Mitarbeiter des Gerichts usw. gilt deshalb schon länger der Grundsatz, dass Verträge, AGBs, Urteile, Gesetze und anderen Unterlagen unbedingt von juristischen Fachübersetzern in die jeweils landesübliche Sprache und auch in das landesübliche Rechts-Verständnis transferiert werden.

Und was höchstrichterlich inzwischen zum Alltag gehört, hat auch privatwirtschaftlich schon längst erhebliche Relevanz. Der internationale Handel umfasst eine Vielzahl von schriftlichen Absprachen und Verträgen, die nur exakt übersetzt das wirtschaftliche Gewollte gewährleisten können.

International geerbt. Was gilt?

Selbiges gilt zunehmend auch für Privatpersonen. Wer beispielsweise in Deutschland wohnt, in Frankreich erbt und sowohl in Polen als auch in der Schweiz erbberechtigte Verwandte hat, der steht, zusammen mit seinem IPR Anwalt, vor einer echten Herausforderung. Der erste Weg sollte dann zum juristischen Fachübersetzter führen, um zunächst eine allgemein verständliche Sprach- und Rechtsauslegungen zu finden.

Worauf es dabei ankommt und worauf man achten sollte, das zeigt ein Blick auf die Seite eines Spezialisten für solche Aufgaben. Zitat:

„Als Übersetzer vermitteln sie zwischen zwei verschiedenen Sprachen, Kulturen, Denkweisen und,(……..) zwischen zwei verschiedenen Rechtssystemen. Hier gibt es Regelungen, Begrifflichkeiten, Traditionen und ungeschriebene Gebräuche in der Praxis, die häufig völlig unterschiedlich sind und manchmal nur scheinbar dasselbe meinen“.Quelle: Übersetzungsbüro Nastula

Um das so in die Tat umzusetzen, bedarf es einem „gerüttelt Maß“ an fachlicher Qualifikation. Denn ein Übersetzer, der mit Fachtexten betraut wird, muss neben den geforderten Sprachen auch über weitreichende Kenntnisse der jeweiligen landesspezifischen Gesetzgebung und Rechtsprechung kennen. Beim Übersetzungsbüro Nastula trifft man beispielsweise häufig auf Übersetzer mit juristischen Studium.

Was kostet die juristische Fachübersetzung?

Bleibt schlussendlich noch die Frage nach dem Preis für diese elementare Hilfe im internationalen, verbindlichen Miteinander? Neben dem normalen Zeilenpreis oder Stundenlohn lassen sich beispielsweise auch Pauschalpreise aushandeln. Und daran sieht man schon: So pauschal wie ein Preis kann diese Auskunft nicht sein, denn ausschlaggebend für die Kosten einer Übersetzung ist der Schwierigkeitsgrad, der Umfang, die Sprachrichtung und natürlich auch die Art der Dienstleistung. Schlussendlich kauft man Individualität ein.

Abschluss-Plädoyer: Juristische Übersetzungen rücken im Zuge der Globalisierung mehr und mehr in Mittelpunkt der multilingualen Kommunikation, da sie Einzelpersonen, Unternehmen, Gerichts- und Regierungsbehörden ermöglichen, über verschiedene Sprachen und Kulturen hinweg, innerhalb von Staatsgrenzen und über diese hinaus, miteinander zu kommunizieren.

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