Juristischer Gedankensalat

Rund um das Studium der Rechtswissenschaften

31/01/2016
von Gedankensalate
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Ghostwriter – Segen oder Fluch? 

Ein jedes Semester ist es wieder so weit: Die Klausur- und Hausarbeitszeit zehrt an den Nerven. Manch einem gehen die Arbeiten leicht von der Hand, manch einem fällt es schwer ein Gutachten auf das Papier zu bringen. Dazu kommt der Druck möglichst alles gleichzeitig, mit Bestnoten zu bestehen.

Überhaupt ist dies ein großer Punkt während des Jurastudiums: Der Druck, die Noten, das Lernpensum. Auf den Fluren hält sich die Ansicht, nur Prädikatsnoten seien gut genug, hartnäckig. An den schwarzen Brettern finden sich Aushänge die Hilfe versprechen: Ghostwriter.

Ghostwriting – was ist das? 

Der Autor eines Textes oder einer Arbeit wird nicht genannt, er schreibt im Prinzip für und im Namen eines anderen. Der Ghostwriter bleibt also „geisterhaft“ und tritt nicht in Erscheinung. Im Prinzip fertigt er die komplette Arbeit, mit der Recherche, den Skizzen und der ausformulierten Version an und lässt den Auftraggeber als Autor auftreten.

Ghostwriter im Rechtswissenschaftlichen Bereich 

Selbstständige Ghostwriter und Agenturen gibt es einige auf dem Markt. Er ist riesig, was wohl auch an der Verzweiflung vieler Studenten liegen mag. Ein Ghostwriter im Rechtswissenschaftlichen Bereich fertigt die Hausarbeit für den Auftraggeber an, manche bieten sogar eine Notengarantie. So hat der Student eine Sorge weniger und Platz im Geldbeutel. Einige Agenturen bieten nicht nur das reine Ghostwriting an, sondern auch Services die weitergehen. So findet sich bei Business and Science* das Angebot die Hausarbeit im Rahmen eines Coachings als kommentierte Lösungsskizze erstellen zu lassen, das Ausformulieren ist dann die Aufgabe des Studenten. Aber auch die komplette Anfertigung einer Hausarbeit wird angeboten, genauso wie Seminararbeiten, Referate und nicht zu vergessen Bachelor- ,Master- und Doktorarbeiten.

Segen oder Fluch? 

Angesichts der immer weiter steigenden Ansprüche an den Jurastudenten, ist das Wachstum auf dem Ghostwritingmarkt keine Überraschung. Was so einfach klingt, birgt aber auch Risiken. So manch einer wurde schon „ertappt“ und musste sich der Schmach stellen. Abgesehen vom schalen Beigeschmack, ist es wohl oder übel eine Gewissensfrage: Gebe ich eine Arbeit ab, die ich selbst geschrieben habe oder schmücke ich mich „mit fremden Federn“?

Einerseits ist es verständlich, dass Studenten ausweichen und eine Arbeit anfertigen lassen. Gerade wenn das Fach bestanden werden muss oder die Zeit knapp ist. Andererseits fehlt an genau diesem Punkt die Übung: Das Examen muss immer noch selbst geschrieben werden, auch wenn es Geschichten über Ghostwriter gibt.

Wie sind eure Erfahrungen mit Ghostwritern? Segen oder Fluch?

*Werbelink

21/12/2015
von Gedankensalate
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Last Minute Geschenke für Jurastudenten

Einen Jurastudenten zu beschenken kann sehr schwer sein. Literatur gibt es wie Sand am Meer, Karteikarten sind so vielfältig wie die Farbenwelt und so kann die Suche nach einem passenden Geschenk schwierig sein. Hier nun eine kleine Hilfe für alle, die noch suchen. Sogar Last Minute noch machbar 🙂

Für Studenten in den ersten Semestern (bis 3. Semester): 

Bücher 

Praktisches 

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Sehenswertes 

Und das schöne: Alle Geschenke sind über Amazon bestellbar und noch bis zum 24.12. lieferbar.

Frohes Fest!

16/12/2015
von Gedankensalate
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Nikolaus Gewinnspiel – Bücherpakete

Der Nikolaus hat etwas dagelassen für euch, bis zum 18.12.2015 könnt ihr noch teilnehmen an der Geschenkgrunde 🙂
Mitmachen geht ganz einfach: Auf Facebook Fan sein, einen Kommentar hinterlassen und Glück haben 🙂

*** Nikolaus-Gewinnspiel *** Der Nikolaus war gestern da und hat etwas schönes für euch dagelassen. In Kooperation mit…

Posted by Gedankensalat on Montag, 7. Dezember 2015

30/09/2015
von Gedankensalate
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Alpmann Schmidt Karteikarten – Strafrecht AT

Zum generellen Nutzen (oder Unnutzen) von Kartenkarten hatte ich in diesem Post etwas geschrieben: Die Karteikarte – ein treuer Begleiter . Wer mit Karteikarten lernen kann und wer lieber bereits gedruckte kauft, für den könnten die Karteikarten von Alpmann Schmidt genau das Richtige sein.

Im Strafrecht gibt es unzählige Schemata, sich alle einzuprägen dürfte schwer sein. Der komplette Examensrelevante Stoff im Strafrecht AT ist hier auf 84 Karten gebannt. Neben Schemata und Definitionen finden sich hier auch die wichtigsten Streitstände. Im gewohnten AS-Stil ist der Stoff übersichtlich und kompakt aufbereitet. Ideal für unterwegs und zwischendurch! Auf den Rückseiten ist jeweils Platz für eigene Notizen.

Die Karteinkarten in der aktuellsten Aufalge finden Sie hier: Krüger, Karteikarten Strafrecht Allgemeiner Teil*

*Abschließende Information: Alle Links auf dieser Seite zu Amazon sind Affiliatelinks. Wenn du auf einen Verweislink zu einer Partnerseite klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt juristischer Gedankensalat von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

16/09/2015
von Gedankensalate
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Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft 2016

„Die Internetkriminalität boomt – Braucht das Strafgesetzbuch ein Update?“

Preisgeld: 10.000 Euro*

Für nahezu 80 Prozent der Deutschen ist das Internet alltäglich und unverzichtbar geworden: Es macht uns vernetzter, intelligenter und kommunikativer. Das Internet ist aber auch die perfekte Plattform zur Begehung von Straftaten: Es ist anonym, schnell und weltweit vernetzt. Nach einer Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom e.V. sind im Jahr 2015 rund 51% der Internetnutzer in Deutschland Opfer eines Angriffs mit Computer-Schadsoftware, eines Diebstahls von persönlichen Daten bzw. digitalen Identitäten etc. geworden.

Können wir es uns vor diesem Hintergrund leisten, dass der Begriff „Internet“ in dem deutschen Offline-Strafgesetzbuch weiterhin nicht vorkommt? Müssen in unserer heutigen IT-Gesellschaft persönliche Daten strafrechtlich nicht genauso umfassend geschützt werden wie körperliche Gegenstände? Brauchen wir – auch im Hinblick auf Art. 103 Abs. 2 GG – Online-Strafnormen wie digitaler Diebstahl oder digitaler Hausfriedensbruch?

Die Internetkriminalität entwickelt sich zudem ständig weiter. Nach den aktuellen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts gewinnt das Geschäftsmodell „Cybercrime-as-a-Service“ im Internet mehr und mehr an Bedeutung. Die digitale Schattenwirtschaft im Internet („Underground Economy“) stellt auch technischen Laien eine große Bandbreite an Dienstleistungen zur Verfügung, welche die Durchführung jeder Art von Internetkriminalität ermöglichen.

Das kriminelle Angebot umfasst die Bereitstellung von Kommunikationsforen über verschiedenste Anonymisierungsdienste bis hin zur Erstellung von individuellen Schadprogrammen und künstlichen Identitäten.

Daneben floriert der Handel mit ausgespähten Zugangskennungen und Kreditkartendaten, aber auch mit Waffen, Drogen, Falschgeld oder gefälschten Pässen. Internet-Kriminelle arbeiten heute weltweit arbeitsteilig zusammen, obwohl sie sich im realen Leben nie kennengelernt haben; virtuelle Hassattacken bedrohen die politische Debattenkultur.

Wie können diese neuen Kriminalitätsformen mit den traditionellen Kategorien von Täterschaft und Teilnahme erfasst werden? Ist bereits das Bereitstellen eines kriminellen Forums oder einer kriminellen Infrastruktur als Beihilfe strafbar? Gibt es eine digitale Bande? Oder braucht es ganz neuer Ansätze, um Unrecht und Schuld bei digitalen Straftaten zu erfassen?

Das Bundesverfassungsgericht hat sich bereits in seinem Urteil vom 2.3.2010 klar positioniert:

„In einem Rechtsstaat darf auch das Internet keinen rechtsfreien Raum bilden.“

Braucht das Strafgesetzbuch daher ein Update?

Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft ruft alle an einer deutschen Universität eingeschriebenen Jurastudierenden (auch Promotionsstudierende) und alle Rechtsreferendare auf, Beiträge zum oben genannten Thema einzureichen. Von mehreren Autoren gemeinschaftlich verfasste Beiträge sind zulässig. Die angeschnittenen Fragen und Überlegungen können Ausgangspunkt der Beiträge sein – müssen es aber nicht.

Der Beitragstext soll nicht mehr als 30 mit fortlaufender Nummerierung versehene, einseitig mit einheitlicher Schriftart (Times New Roman, 1,5-facher Zeilenabstand, Schriftgröße 12) beschriebene Seiten aufweisen. Links sind 5 cm Rand zu lassen. Als Gliederungsebenen sollte verwendet werden: I. → A. → 1. → a) → (1). Dem jeweiligen Beitragstext ist ein Deckblatt – welches die Autorin oder den Autor erkennen lässt –, ein kurzer Lebenslauf, ein Inhaltsverzeichnis und ein Literaturverzeichnis voranzustellen, wobei Deckblatt und beide Verzeichnisse nicht zum Seitenumfang der Beitragstexte zählen. Wir bitten auch um separate Überlassung eines digitalen Passfotos (300 dpi, hochauflösend).

Die Beiträge werden von Dr. Benjamin Krause, Staatsanwalt bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main begutachtet. Die Beiträge sind bis zum 31. Dezember 2016 per E-Mail oder per Post bei der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, z. Hd. Herrn Rechtsanwalt Dr. Mark C. Hilgard, Bockenheimer Anlage 36, 60322 Frankfurt am Main (E-Mail-Adresse: vorstand@shra.de) einzureichen.

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* Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft behält sich vor, nach ihrem Ermessen auch mehrere Beiträge auszuzeichnen und das ausgelobte Preisgeld von € 10.000,- zu erhöhen oder zu teilen. Es ist vorgesehen, eine Auswahl der eingegangenen Beiträge in Band 8 der Schriftenreihe der Hessischen Rechtsanwaltschaft zu veröffentlichen. Mit der Einreichung seines Beitrages stimmt der Einreicher einer möglichen Veröffentlichung seines Beitrags und einem Abdruck seines Fotos zu.